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Marcell Frey, einziger Lizenzer unter den Downhillern, mit durchwachsener Saison

Die Saison 2014 war eine sehr spannende, durchwachsene und vor allem lehrreiche Saison für mich.

Wieder startete ich mit BDR-Rennlizenz für das IK-Pictures Racing Team.

Zusammen mit meinem Team entschied ich mich bereits in der Saisonvorbereitung dazu den kompletten European Downhill Cup (EDC) zu fahren, da das Niveau der Strecken dort gleich wie beim Weltcup ist und die Leistungsdichte viel höher ist als im German Downhill Cup.

Im Laufe der Saison kam es auf Grund meiner Leistungen dazu, dass ich die Berechtigung für die Teilnahme an zwei Weltcups bekam.

Ich fuhr also zum ersten Stopp des EDC’s nach Maribor, bei dem ich im voran gegangenen Jahr den 34. Platz erreichte. Leider konnte ich dann in meinem Finallauf nur einen unglücklichen 121. Platz von 296 Startern einfahren.
Eine Weltcupnominierung rückte so in weite Ferne. Ich begann die Läufe zu analysieren, und machte alles um Fehlerquellen abzustellen.

Um doch noch nominiert zu werden, musste ich allerdings noch ein repräsentatives Rennen vor dem in wenigen Wochen stattfindenden Weltcup fahren und so entschloss ich mich dazu in Rücksprache mit dem BDR in der Schweiz einen Cup zu fahren. Leider lief dort auch nicht alles nach Plan und ich machte während des Rennens einige Fahrfehler. Doch der Trip hatte sich gelohnt, noch am selben Abend erhielt ich die Bestätigung, dass ich beim Weltcup starten dürfe.

Es war bereits mein zweiter Weltcup in Leogang und bin sehr motiviert in das Training am Freitag gegangen. Leider stürzte ich dann im Training zweimal schwer und zog mir ein Schleudertrauma zu. Die Teilnahme an der Qualifikation war für mich somit gelaufen und ich war dementsprechend gefrustet. Beim nächsten European Cup am darauf folgenden Wochenende bin ich dann leider krank geworden und konnte auch hier meine Leistung nicht voll abrufen. Daraus resultierte wieder ein nicht zufriedenstellender 139. Platz, was wieder Mittelfeld bedeutete.

Auch die zwei folgenden European-Cups fielen auf Grund meiner Krankheit für mich aus.

Nach meiner Krankheit fuhr ich noch ein deutsches Rennen. Zwei Wochen später stand dann der Höhepunkt der Saison an, die Deutsche Meisterschaft in Albstadt. Hier konnte ich in der Qualifikation einen guten 15. Platz einfahren. Im Finale kam dann Platz 20 mit nur 1,75 sec Rückstand Platz 15 heraus. Mit diesem Ergebnis war ich zufrieden.

Nach einem weiteren European-Cup bekam ich eine zweite Chance beim Weltcup in Méribel zu starten. Diesmal verletzte ich mich nicht und ich konnte die Qualifikation fahren. Leider führte ein Fahrfehler dazu, dass ich fast die Strecke verließ und dadurch viel Zeit verlor. Somit schaffte ich es nicht bis ins  Finale.

Trotz der Rückschläge bei beiden Weltcups habe ich dort sehr viel dazugelernt, was mir bei meinem letzten Rennen der Saison weiterhelfen sollte.

Nach einer längeren Rennpause stand nun das letzte Rennen des European-Cups an und zwar auf der Weltcupstrecke, auf der ich beim Weltcup einige Monate zuvor so schwer gestürzt war. Ich hatte also noch eine Rechnung offen mit dieser Strecke.
An diesem Rennwochenende konnte ich dann das umsetzen, was ich aus meinen Niederlagen gelernt hatte. Nicht allzu verbissen, nicht so übermütig in das Training gehen und spielerischer/kreativer bei der Linienwahl zu sein. In der Qualifikation erreichte ich dann den 36. Platz, womit ich schon sehr zufrieden war. Als ich mich dann am nächsten Tag vor meinem Finallauf auf der Rolle warm fuhr fing es so stark an zu regnen, dass der Start zeitweise unterbrochen wurde. Nun waren aber schon viele Fahrer vor mir im Trockenen gestartet, was natürlich einen erheblichen Vorteil brachte. Ich musste nun auf der nassen und matschigen Strecke alles geben, um eine Chance auf eine gute Platzierung zu haben. Als ich unten ankam war meine Zeit nur 3 Sekunden langsamer als meine Qualifikationszeit, die ich auf trockener Strecke gefahren war. Am Ende wurde ich dann der 22. Rang und drittbester Deutscher. Mein bisher bestes Europacup Ergebnis, worüber ich sehr glücklich war.

 

Meine Saisonvorbereitung 2015 hat nach einer einmonatigen Pause bereits wieder begonnen. Die ersten Rennen werde ich im April/ Mai wieder mit den Farben des Team IK-Pictures Racing fahren.

 

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