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Detmold - Kassel - Detmold

12. und 13. Juli 2008 - 2 Tage - 2 x 140 km - 2 x 2500 Hm – 2 x 8h Fahrzeit

Teilnehmer: Christian (Der Präsident)
Michael
Helma
Jürgen
Torsten
und Ich (Detti)

sowie Klaus der unsere Sachen nach Kassel gebracht hat.


Wir starten Samstag früh um halb acht, es mag erst etwas einfach erscheinen aber wir fahren möglichst flach in Richtung Eggeweg und Velmerstot. Dieses ist der erste Berg, den wir dann auch endlich auf dem direkten Weg erklimmen. Oben sammeln wir uns kurz alle wieder und dann geht es auf dem Kamm des Teutoburger Wald in Richtung Altenbeken und weiter in Richtung Iburg bei Bad Driburg. Kurz vor der Iburg muss uns Torsten verlassen. Er war in einer tiefen Spur gestürzt und hatte sich dabei den Daumen nach hinten verdreht, so dass er sich nicht mehr auf seine Hand stützen konnte. Schade er verpasste eine wunderschöne Tour die ab der Iburg erst richtig anfängt. Aber bei nächsten Mal ist er bestimmt wieder dabei.


Nach einer ersten Pause an der Iburg Schutzhütte mit wunderbarer Sicht auf Bad Driburg und einen Blick in Richtung Kassel geht unsere Tour richtig los. Nach einer langen Abfahrt bis Herbram Wald soll der erste Wurzeltrail gefahren werden. Leider ist das einzige was wir von dem Weg nach Holzrückarbeiten noch sehen Baumstümpfe, Äste und Dornen, deren Spuren an unseren Beinen immer noch deutlich sichtbar sind. Einfach gesagt: der Weg ist nicht mehr da! Nach der erzwungenen Schiebepassage kommt dann aber der erste wirkliche Wurzeltrail. Danach geht es immer auf schönen, tollen, wunderbaren, einzigartigen (was für Beschreibungen gibt es sonst noch) Wegen weiter zum Sendemast Lichtenauer Kreuz. Nach kurzer Abfahrt und folgendem Anstieg fahren wir den zweiten Wurzelweg, der an der Kante der hohen Klippen verläuft. Es versucht zum Glück keiner die Klippen herunter zu fahren oder zu springen. Danach geht es weiter auf dem Kamm bis zum Ende des Teutoburger Waldes wo wir auf einem schlammigen Weg nach Bonenburg runter rutschen.


Als nächstes wollen wir zur Diemel und fahren einen Weg, der mit einem weißen Punkt gekennzeichnet ist. Meine Mitfahrer meinten später der Weg hätte eigentlich mit drei Punkten für Blinde gekennzeichnet werden müssen, da sie mir strecken weise kaum geglaubt hätten, dass da am Rand der Wiese und zwischen Bach und Stacheldraht wirklich ein Weg ist. Immer noch dem weißen Punkt folgend, steht als nächstes ein Weg uphill zum Steingrab auf dem Programm. Trotz Anreiz auf Freibier am Abend kommt keiner von uns ohne Absteigen in der Lehmsauce oben an. Nach einem Stück zur Erholung entlang der Diemel erreichen wir Warburg nach ca. 80 km und machen Mittagspause.


Während der Pause nervt uns ein örtlicher Fotograph (oder was war der eigentlich?) der immer wieder fragt wann wir weiter fahren. Er will Fotos machen und begleitet uns ein Stück im Auto bis er endlich genug Fotos gemacht hat. Nach einem kleinen Schlenker, oder war es ein Umweg, erreichten wir dann unseren Weg in Richtung Kassel: Diemel – Fulda Weg, das heilige F, dem wir von da an bis nach Kassel zum Herkules folgen wollen. Nach einigen Hügeln geht der Weg ab der Mühle Laar in den Habichtswald und von da an geht es eigentlich immer nur noch hoch, hoch und immer noch weiter hoch! Nach 140 km, 2500 Hm und 8:15 Fahrzeit erreichen wir den Herkules in Kassel. Jürgen setzen wir am Bahnhof Wilhelmshöhe ab, er fährt am Abend noch mit dem Zug zurück. Wir restlichen vier fahren zur Jugendherberge wo Klaus alles schon organisiert hatte, so dass wir nur noch die Räder und uns sauber machen müssen, um uns dann mit Pizza und reichlich zu trinken für die Rückfahrt am nächsten Tag zu stärken.


Am nächsten morgen starten wir nachdem Helma verzichtet hatte (es war vielleicht die bessere Entscheidung als zurück fahren zu wollen) nur noch zu dritt auf die Rückfahrt von Kassel nach Detmold. Für die Rückfahrt haben wir uns vorgenommen auf den großen Dörnberg zu fahren (den hatten wir am ersten Tag ausgelassen) und wollten die „kleinen Macken“ des Hinwegs wo der Weg nicht fahrbar, oder plötzlich weg war beseitigen.

Vorab: das Ziel haben wir erreicht. Der Dörnberg ist grandios und das nächste Mal absolute Pflicht. Ein Hoch auf unseren Präsidenten (ich sollte wohlwollend berichten) für diesen Weg und auf den Berg. Wie in den Alpen! Wir fahren genauso zurück wie auf dem Hinweg und können alle kleinen Lücken des Weges „schließen“, so dass es eine perfekte Rückfahrt wird. Für mich war es nur ab nachmittags eigentlich genug, so dass ich am Ende total fertig war. Aber wir haben es geschafft, ich mit Mühe und viel Willen und Christian und Michael sowieso. Insgesamt war es mal wieder eine wunderbare Tour nach Kassel mit tollsten Wegen,und unendlich schönen Eindrücken und Momenten.


Bis zur nächsten Tour, mal sehen was wir uns als nächstes einfallen lassen.

 

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